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Ray Wilson Wilhelmshaven 2019

  • 30. November 2019

Ray Wilson – die Stimme von Genesis

Pumpwerk Wilhelmshaven 30.11.2019 SG

Das neue Doppelalbum „Upon My Life“, ein Best Of Album, das 26 Songs aus den 9 CDs enthält, die Ray Wilson seit seiner Zeit bei Genesis aufgenommen hat, plus 2 neue Tracks ist gerade erschienen und schon macht er mit einem Stopp im Wilhelmshavener Pumpwerk seine zahlreich erschienenen Fans glücklich.

Vom ersten Ton des Openers „Take It Slow“ an tanzen viele gleich mit, Ray freut sich sichtlich, dass die Menschen vor ihm auch seine eigenen Lieder gut kennen und nicht nur die zugegeben schönen Titel aus der Genesis-Zeit.

Eine große Band bestehend aus den beiden Violinistinnen Anna Machowska und Alicja Chrzaszcz, der Cellistin Agnes Kowalczyk, Kool Lyczek an den Keys, dem Drummer Mario Koszel, Rays Bruder Steve an der Gitarre sowie dem Multi-Instrumentalisten Marcin Kajper am Saxophon, Bass und Querflöte bildet das optische und musikalische Backup für den sympathischen Mann mit der so markanten Stimme.

Eine gelungene Mischung aus Genesis-Titeln und wunderschönen eigenen Songs zieht das Publikum in seinen Bann – es erweist sich als textsicher und singt so gut wie alles mit.

Der Ohrwurm „Another Cup Of Coffee” bringt auch den letzten Gast auf die Füße – Steve Wilson legt eine harmonische 2. Stimme über den Gesang seines Bruders, Ray genießt den begeisterten Applaus.

Die ersten Töne vom „Carpet Crawler“ tropfen in den Saal und Steve entlockt seiner goldglitzernden Gitarre wunderschöne Klänge bei seinen Soli.

Die Fans summen und singen wiederum mit, bei den meisten kommen sicherlich Erinnerungen an ihre Jugend hoch.

„Lemon Yellow Sun“, wieder ein eigenes Stück von Ray, begeistert mit einer so schönen Melodie ebenso wie „Another Day“, welches sich unwiderstehlich in die Ohren des Publikums schmeichelt.

Eine grandiose Version von David Bowies „Heroes“ schickt das Publikum in die Pause.

Wieder zurück auf der Bühne amüsiert der 51jährige Ray sein Publikum mit der Geschichte von der Hochzeit von Angelo Kelly, bei der er als Gast gebeten wurde, ein Stück zu spielen und sich drei Stunden später immer noch auf der Bühne wiederfand, musizierend mit der ganzen Kelly-Family. Sein schottischer Slang leitet über zu dem Stück „Alone“, eine Hommage an seine Heimat. Mit dem Titel „Solsbury Hill“ wird das zweite Set beendet und das Publikum jubelt ihm begeistert zu.

Natürlich kommt die Band nicht ohne eine Zugabe davon und dann kommt das Stück, auf das viele warten, beim schaurig-schönen und kraftvollen Genesis-Titel „Mama“ wird aus dem attraktiven Schotten ein gruseliger Typ, wenn er vorne am Bühnenrand vor den Scheinwerfern hockt, die ihm von unten ins Gesicht scheinen und nicht wenige Handys werden in die Luft gereckt.

Ein stimmiges Konzert geht zu Ende und sicher hoffen alle, dass er im nächsten Jahr wieder Halt in Wilhelmshaven macht.

 

 

 

 

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